Montag, 27. September 2010

Und schon fertig

So, das gute Stück ist eben fertig geworden. Für ein allererstes Korsett finde ich es ziemlich gelungen. Falls ich noch mal eins machen werde, dann werden da bestimmt ein paar Erkenntnisse noch einfliessen, aber es ist mehr als nur gerade mal tragbar und ich bin zufrieden.



Ich würde zum Beispiel die Schnürlücke ein bisschen weniger breit machen. Und die Brustform würde ich auch noch anpassen, die könnte einen Tick schöner sein, aber das sind so Sachen, die außer Selbstschneidern und -schneiderinnen wahrscheinlich keinem auffallen.
Aber jetzt weiß ich auf jeden Fall, daß ich es kann, wenn ich will. ;)

Donnerstag, 23. September 2010

Jetzt gehts looohoooos!

So, nun habe ich mich endlich an mein Wunschprojekt gemacht. Wie jedes mal, wenn ich etwas ganz neues mache, bin ich gleichzeitig ganz hibbelig und vorfroh. So eine Mischung aus "Aaahhhhh! Oh Goddogoddogodd!" und "Aaahhhhh! Oh wie geiiilll!".

Glücklicherweise habe ich den wahrscheinlich kritischsten Teil schon hinter mir. Und das Urteil lautet derzeit eher "oh wie geil!"



Na, kann man erkennen, was es wird?

Die Schließen sind ein echter Kracher! Und nur halb so wild einzuarbeiten wie ich befürchtet hatte.

Mittwoch, 22. September 2010

Rezept für Grumbelzotz

Bevor mich hier jetzt jemand für total meschugge erklärt, das ist das Rezept für das, was meine Mutter als Irish Stew zu bezeichnen pflegte, womit es aber eigentlich nicht viel gemein hat, daher wurde es gestern kurzerhand in "Grumbelzotz" umbenannt.

Ich nehme ein Pfund Rindergulasch dazu, das ich nicht zu braun anbrate und dann mit etwas Wasser ca. ein Stündchen vorgare. (Kann man schon am Tag vorher machen, wenn man mag).

Dann wird 1 kl. Weißkohlkopf in Streifen geschnitten, 2 Stangen Porree in Ringe, 4 mittlere Zwiebeln in Würfel und 1,5 Pfund Kartoffeln in Scheiben geschnitten. Das ganze wird schichtweise immer Abwechselnd in einen großen Topf gepackt, das Fleisch natürlich auch noch, zwischen die einzelnen Lagen kommt Curry, gemahlener Kümmel und Gemüsebrühe. Dazu kommt noch etwas Wasser und das ganze wird nach dem Aufkochen noch eine Stunde gegart. 


Relativ schmerzlos in der Zubereitung. Und lecker.

Dienstag, 21. September 2010

Auf zu neuen Herausforderungen

Endlich ist die Lieferung aus England angekommen!

Jetzt kann es ans Basteln gehen. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt ...

Sonntag, 19. September 2010

mal wieder am Stricken

Die Vorräte vom Stoffmarkt in Leverkusen neulich können mich gerade irgendwie überhaupt nicht verlocken. Die Zutaten für mein nächstes Wunschprojekt lassen noch auf sich warten.

Das ist eine wunderbare Gelegenheit, mein Langzeit-Strickprojekt wieder mal hervorzukramen, das Haruni-Tuch.


Ein Projekt, an dem ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit wurschtele. Selber gefärbter Kammzug, mit ein wenig Angelina kardiert und zu einem nicht ganz feinen Lace-Single versponnen (ca. 550 m/100 g).
Bisher habe ich nur bei den Spinntreffen in Kerpen daran gearbeitet, aber irgendwann soll das ja auch mal fertig werden (aber eilt nicht, das ist wirklich mein Pausenfüller). Ich habe leider noch keine wirkliche Vorstellung, ob ich nicht doch noch einen weiteren Mustersatz einfügen sollte, bevor das Randmuster beginnt. Daher habe ich den Sisyphos-Weg gewählt und stricke erst mal ganz nach Anleitung und wiege das restliche Garn aus. Eine Rettungsleine ist vor dem Randmuster eingezogen und wenn genügend Garn übrig ist, dann ribbel ich halt und mach noch einen Mustersatz mehr und dann das Randmuster nochmal (das ist wenigstens unterhaltsam, sonst würde ich mir das nicht antun). Wie gesagt, es eilt ja nicht. Und wenn es erst nächstes Jahr wird, egal.

Mittwoch, 15. September 2010

BLEU DE CHANEL - THE FILM

Der neue Werbespot von Chanel mag ja der Renner sein und auch noch unter der Regie von Martin Scorcese gedreht ...




Aber der Name des Parfums ist doch einen Mondegreen  (http://de.wikipedia.org/wiki/Verh%C3%B6rer)  wert.


Blödes Chanel, das!

Hobbyschneiderinnen

Bald ist es soweit und das Treffen in Aachen steht an.

etwas hölzern

Nachdem ich bei den Hobbyschneiderinnen etliche Male über interessantes Bügelzubehör gestolpert bin, habe ich mich auch dazu durchgerungen, da etwas zu basteln. Mein etwas rudimentär ausgerüsteter Holzbearbeitungs-Gerätepark kann ja auch mal benutzt werden. Eine sehr schöne Anleitung für diverse Bügelhilfen gibt es hier:

http://www.ca.uky.edu/hes/fcs/FACTSHTS/CT-MMB-214.pdf

Ich hatte vor einer Weile schon ein Bügelkissen gemacht (mit Kleintierstreu gestopft), nun war der Bügelamboss dran.

Das Brett habe ich mir für 'nen Fünfer im Baumarkt besorgt und dann einen Sonntag Nachmittag lang die Stichsäge und die Raspel und das Schmirgelpapier geschwungen.

Das Ergebnis meiner Bemühungen sieht man hier:


Nicht ganz perfekt, aber gut genug bestimmt.

Montag, 6. September 2010

Schaumstoffcups mit Lycra beziehen

Hier mal eine kleine Anleitung für BH-Näherinnen, die auch die Schnauze voll davon haben, daß sie bisher keine nahtlosen Cups in ihren BHs haben konnten.

Man nehme: vorgeformte Schaumstoffcups der passenden Größe, einen passenden Schnitt für ein Unterbrustband, Wondertape und die üblichen Verdächtigen Gummiband, Lycra (sehr elastisch,sonst geht das nicht über die Cups), Powernet und co.
Wenn man kein passendes Unterbrustband hat, dann kann man es mit dem Schnitt "Amanda" von "Pin-up girls" versuchen.

Als erstes muß man natürlich erst mal die Schaumstoffcups beziehen. Das ist ein wenig Gefummel. Man nimmt einen sehr elastischen Stoff, Dessous-Lycra z.B., ein genügend großes Stück um über den Cup zu passen, und legt ihn über den Cup. Dann fängt man an, ihn festzustecken. Man zieht den Lycra dabei so lange in alle Richtungen, bis er glatt über dem Cup liegt. Die cups sind relativ flach, da war das nicht so schwierig.



Als nächstes nimmt man das Wondertape und klebe den Lycra an der Cup-Oberkante fest.



Wenn man so weit ist, dann muß man alle Stecknadeln wieder rausziehen (*seufz*)




Als nächstes näht man das Lycra an der Oberkante fest. Man nimmt dazu einen einfachen Geradstich.



Dann schneidet man den Lycra an der Kante zurück.



Als nächstes befestigt man den Träger am Cup. Ich habe einen breiten Gummiträger gewählt, man kann natürlich auch einen Stoffträger am Cup befestigen, wenn man möchte.




Anschließend nimmt man ein Einziehgummiband und versäubert damit die Kante.



Dazu nimmt man einen Zickzackstich.
 




Damit hat man schon mal fast die Hälfte geschafft.

Als nächstes tüddelt man das ganze Lycra wieder fest.



(rin in die Kartoffeln, rut ut die Kartoffeln ... ;))

Dann schnappt man sich wieder das Wondertape und klebt den Armausstich am Cup fest.



Das Lycra wird wieder zurückgeschnitten.



Dann schlägt man das Lycra an der verbliebenen Kante um und steckt es fest.



Die Nadeln von außen zieht man jetzt raus. Anschließend näht man mit einem schmalen Zickzack-Stich von innen das Lycra an den Cup und schneidet das ab, was übersteht.


Als nächstes geht es ganz konventionell weiter. Man bereitet das Unterbrustband vor.




Dann fügt man die Cups ein.



Dann kommen das Unterbrustgummi und die Bügelbänder dran, alles wie gewohnt.




Die Verarbeitung der Gummibänder an der Oberkante des Rückenteils unterscheidet sich jetzt dahingehend, daß man die Gummibänder erstmal nur bis zur Kante des Cups festnäht, wie üblich im genähten Zickzack.



Anschließend wird die Kante wie gehabt umgeklappt, und das Gummi jetzt auch am Cup festgenäht.

Dann noch eben die Träger fertig befestigt und den Verschluß dran, und fertig ist das gute Stück.



Der größte Unterschied ist eigentlich nur, wie man die Cups bezieht. Sonst unterscheidet sich die Verarbeitung nicht sonderlich.

Vielleicht nützt diese Anleitung ja mal wem ...

mit den Augen stehlen

In einem schönen alten Buch über das Schneidern (Lieselotte Kunder, Schneidere selbst) gab es den schönen Ausspruch, selbernähen sei mit den Augen stehlen.

Nun denn, Anfang des Jahres bin ich in einem anderen Blog ( http://www.einzelstuecke.blogspot.com/2010/05/burda-modemagazin-03-2008-101.html)über einen Parka gestolpert, der mir ausnehmend gut gefiel. Und nur kurze Zeit später in Paris im Urlaub über einen Stoff, der exakt dafür geeignet erschien. Den Sommer über habe ich dieses Projekt dann erst mal sacken lassen, und als der August so ekelhaft nasskalt war, da habe ich die Gelegenheit genutzt, und mal ein Schnittmuster mit Garment Designer erstellt und mich ans Werk gemacht.



Ich gestehe, ich bin ein übler Kopist!

Allerdings komme ich natürlich mit Gr. 40 nicht hin *hüstel*, und die Burda-Schnitte sind natürlich alle beträchtlich zu kurz für mich. So denn nun hier in Gr. 46 für eine Frau von 1,86 m Länge.

Jetzt muß es nur noch etwas kühler werden, damit ich da drin nicht im eigenen Saft schmore.

Obwohl ... nee, es darf gerne noch ein bisschen Spätsommer bleiben, ich bin auch ganz zufrieden, wenn die Jacke noch bis zum nächsten Monat auf dem Bügel hängen darf, nur anschauen ist ja auch schön.