Freitag, 30. März 2012

Kariesverdächtig

Sooo süüüß!


Das Kleid ist aus dem Rest von einem Popeline, aus dem ich letztens eine Hose für mich gemacht habe. Da der gerade mal 4 EUR/m gekostet hat, war das also ein wirklich billiges Kleid. Am teuersten war noch die Stickereispitze, die hat bestimmt insgesamt 1 EUR mehr gekostet als der Oberstoff. Nähgarn war noch da, Knöpfe auch. Dafür, dass das wirklich aus Resten zusammengestoppelt ist, sieht das schon ganz schön feierlich aus. Ich muss die werte Mutter nur noch davon überzeugen, dass sie keine Werte vernichtet, wenn das Kind sich in dem Kleid mal schmutzig macht und dass sie das Ding nicht im Kleiderschrank verstecken soll.

Donnerstag, 29. März 2012

Hobby und Handarbeit 2012

Dank Michaelas Teilnahme an einem Urban Knitting-Wettbewerb bin ich letztes Wochenende in den Genuss eines Besuchs auf der Messe Hobby und Handarbeit in Köln gekommen. Da wollte ich immer schon mal hin, da das eine Fachbesucher-Messe ist, ist das aber leider nicht ganz so einfach. Je nun, Michaela hatte zwei Freikarten und ich ein Schlafsofa in Köln-Nähe, das erleichterte die Angelegenheit dann ungemein.

Und es war toll. Es ist ja andernorts schon so einiges dazu gesagt worden, da fasse ich mich jetzt hier einfach mal kurz und werfe einfach mal ein paar Bilder auf den Markt.


Schöne Farben hypnotisieren mich jedesmal zuverlässig. Ich kann ja schon vor einem popeligen Nähgarnregal im Kaufhaus fasziniert stehenbleiben, wieviel mehr gab es da auf dieser Messe zu sehen. Garnhersteller reihte sich an Garnhersteller in der unteren Messehalle, teilweise Firmen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte, obwohl sie in Deutschland ansässig sind, andererseits aber auch viele bekannte Marken, die mir auch schon über die Nadeln gekommen waren.


Auffällig war, dass die Firma KnitPro demnächst eine Vampir-Invasion zu erwarten scheint. Es gab so schöne 5er-Vampirpfählungs-Sets in Nadelstärke 25 (der durchschnittliche Besenstiel ist tatsächlich 1mm dünner!) zu erstehen. (Nicht auf dem Bild aber sehr interessant und demnächst wahrscheinlichh auch in meinem Stricketui sind Karbon-Nadeln. Die fühlten sich sehr schön an, probestricken werde ich die bestimmt mal)


Die Monsternadeln fanden ihre Entsprechung in Monstergarnen. (Obwohl das hier vielleicht eher zum Fingerstricken gedacht war).


Wer zieht so etwas hier an? Vor allen Dingen das mittlere Teil hat zwar den unbestreitbaren Vorteil, dass man es von Hand in Null komma Nix fertig hat, aber wirklich schön ist das doch nicht, oder?


Was auch auffiel waren die vielen "Brautmoden" die zu sehen waren. Ganz viel Wollweiß und lang. Für die Hochzeit im Mai dann aber doch nicht so ganz geeignet.



Es gab aber auch spannende Sachen. Dieses Lammfelljacken-Imitat gefiel mir ausnehmend gut, weil ich die Idee für sehr witzig halte.


Und es waren auch richtig elegante Sachen dabei, mit ausgefallenen Schnitten und Details


Soweit dazu. Und das war nur die untere Halle. In der oberen Halle gab es dann unter anderem noch etliche Nähmaschinen zu bewundern. Ich war dann aber auch schon langsam fotografiermüde und habe dann auch keine Bilder mehr gemacht.

Alles in allem war es ein sehr interessanter Tag. Ich hoffe, dass ich das in einem der kommenden Jahre nochmal wiederholen kann.

Donnerstag, 8. März 2012

Wunderwelt des Garnverbrauchs

So. Ich habe jetzt zweimal das gleiche Tuch gestrickt. Das erste Mal in einem Garn, dass verstrickt leider gar nicht mehr so recht zur anvisierten Empfängerin passen wollte:


Das zweite mal dann in einem anderen Garn, das mir passender erschien:

 
Verwendet wurde jeweils ein Knäuel Marken-Sockengarn bekannter Hersteller, gleiche Lauflänge 400m/100g, gleiche Zusammensetzung 75% Schurwolle/25% Poly, gleiche Preisklasse, gleiche Nadelstärke, sogar gleiche Nadeln, gleicher Stricker, beide entstanden innerhalb von nur 4 Wochen, so dass von dieser Seite aus auch keine nennenswerten Unterschiede zu erwarten sein sollten.

Beim ersten Tuch hat das Garn nicht ausgereicht, ich habe die letzten 4 Reihen weglassen müssen und konnte auch nur mit einfachem Faden abketten statt mit doppeltem, wie im Muster gefordert. Beim zweiten Tuch habe ich alle Reihen zu ende gestrickt, und dann mit doppeltem Faden abgekettet. Und hatte noch 9 g Garn übrig. (Aus einem anderen Garn der gleichen Firma hatte ich schon mal das Tuch gestrickt, und hatte auch so um den Dreh 10 g übrig).

Wie zum Teufel passiert denn so etwas? Warum hat es das andere Mal nicht gereicht? Ich komme mir irgendwie veräppelt vor!

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Bei der Gelegenehit möchte ich übrigens eins der beiden Garne noch besonders loben, Lang Yarns "Mille Colori Socks & Lace" ist ein ganz tolles Garn, das sich außergewöhnlich seidig anfasst. Es war wirklich ein Vergnügen, das zu verstricken. Das werde ich bestimmt wieder mal in Betracht ziehen.