Dienstag, 18. November 2014

Noch ein Geburtstagskleid! Burda 122-092014-DL

Diesmal ist es aber mein eigener Geburtstag, zu dem ich mich mit einem Kleid beglücke!

Der Schnitt ist  Burda 122-092014-DL und erstaunlicherweise passt er mir fast out of the box in Gr. 42, lediglich eine leichte FBA habe ich eingefügt. Dies habe ich eingedenk der Schnittführung aber der Einfachheit halber mit Hilfe eines Probemodells gemacht. Und natürlich gab es die üblichen Zugaben in der Länge über der Brustlinie, zwischen Brust und Taille, im Hüftbereich und im Oberschenkelbereich. Aber die kann ich ja in der Zwischenzeit aus dem Handgelenk schütteln.
Den Kleidersaum habe ich auch noch ein wenig tiefer gelegt, ich mal es eher kniebedeckend.  Den Volant vorne habe ich beibehalten, obwohl ich zuerst überlegt hatte, ihn wegzulassen. Eine Entscheidung, mit der ich sehr zufrieden bin, da ich gerne mag, wie der beim Gehen schwingt. Auch die hinten länger als vorne-Linie ist dabei geblieben, die würde ich aber beim nächsten Mal vielleicht vorne und hinten gleichlang wählen (ich bin nur gerade zu faul, das noch zu ändern, und es fällt nicht so sehr auf, dass es mich stören würde).

Also wie immer nix geändert außer hundert Sachen ... Aber der Charakter des Burdamodells ist ziemlich original erhalten geblieben, mit Gürtel oder ohne.


Ursprünglich hatte ich überlegt, das Kleid mit Ärmeln zu arbeiten, aber da ich ja die nette pinkfarbene Strickjacke habe, die ich wunderbar darüber anziehen kann, habe ich die Idee nicht weiter verfolgt. Im Zweifelsfall kann ich auch noch ein Langarmshirt drunter anziehen.



Ich sollte wirklich öfter Kleider anziehen.

Dienstag, 4. November 2014

Soooooo flauschig!

Endlich habe ich mal wieder die Strickmaschine vom Schrank geholt. Das Ergebnis ist eine superflauschige kleine Kaschmir-Cardigan in einer knalligen Farbe, die sich herrlich zu grau oder zu Jeans kombinieren lässt.



Ein ziemlich guter Teil an dieser Jacke ist die Tatsache, dass dieser flauschige Traum außer Arbeitszeit nichts gekostet hat. Das Garn war ein Geschenk einer lieben Strickfreundin, der ich im Gegenzug das Doppelbett ihrer Strickmaschine gerichtet und das Verbindungskabel für DesignaKnit eingerichtet habe. Die Knöpfe stammen aus einer mehrere-kg-Knöpfe-Großbestellung einer anderen lieben Strickfreundin, die sie uns zum fleddern zum Stricktreffen mitgebracht hatte. Schon praktisch, wenn man so seine Standardfarben hat, bei denen man bedenkenlos zugreifen kann.

Das Garn stammt ursprünglich aus China und kann über ebay bestellt werden. Es hat eine irre Lauflänge und strickt sich sehr ergiebig, für die Jacke haben mir 300g dicke gereicht, ca. Gr. 42-44 mit extra langen Ärmeln. Ich habe es auf der KH940 mit MW 3.2 verarbeitet, es ergab eine Maschenprobe von 11,2cm auf 40 Maschen und 10,5cm auf 60 Reihen. Reine Strickzeit waren 1 Abend für Rücken und Vorderteile, 1 Abend für die Ärmel und 1 Abend für die Blenden. Es ist immer ein wenig unproportional, dass dieser winzige Teil derart lange dauert, aber ich befestige die Blenden italienisch und stricke die Knopflöcher ein, das ist beides sehr zeitaufwendig, zumal die Jacke 10 Knopflöcher hat. Das ordentliche Aussehen entschädigt einen aber reichlich für das Gefummel, wie ich finde. Nach dem Stricken kommt noch ein wenig Zeitaufwand für das Waschen und Spannen der Teile hinzu, und noch mal ein Stündchen oder so, das ich brauche, um die Jacke auf dem Rundkettler zusammenzufügen. Wenn man das auf die Stundenzahl und meinen Stundensatz in der Firma umrechnet, dann ist die Jacke wahrscheinlich immer noch teurer als das meiste, was man in der Art irgendwo kaufen kann. Allerdings muss man da ja noch den Spaß abziehen, den mir das Stricken gemacht hat ... ;)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Eine Jacke im Racing-Stil - Burda 128-022014-DL

Kleine Handarbeitspause gehabt ... Aber wenigstens viel in der Welt herum gekommen in der Zwischenzeit.

Eine Herbstjacke musste jetzt trotzdem her. Burda 128-022014-DL hatte ich schon im Februar-Heft gesehen, dank der eher lieblosen Präsentation und der Kombination mir dieser echt unsäglichen sackartigen Hose war diese Jacke jedoch nicht wirklich auf meinem Radar gelandet.

Nun hatte ich aber in Wien dieses Frühjahr einen schönen Nylonstoff gekauft, der zu einer halbwegs wasserabweisenden Jacke werden sollte, die gut zum Herbst passen würde. Und im letzten Urlaub auf dem Flughafen eine irrsinnig teure Jacke im Racing-Stil anprobiert, die förmlich danach schrie, dass ich irgendwas in der Richtung für mich machen müsste.  Eine Sichtung der hiesigen Schnitte hat dann den oben genannten zu Tage gefördert. Wenn man nur die Schemazeichnung betrachtet, dann gewinnt der Schnitt schnell an Charme. Außerdem war er in einer Langgröße angelegt, was mir einiges an Änderungen erspart.

Also nicht lang gezögert - der Schnitt sollte es sein, ich habe ihn im ersten Anlauf nur nach unten hin verlängert, da ich so ganz taillenkurze Jacken nicht besonders mag, außerdem fand ich die aufgesetzten Taschen nicht unbedingt attraktiv, daher hatte ich Reißverschlusstaschen in die Planung aufgenommen. Da ich nur wenig Erfahrung mit den Langgrößen-Schnitten von Burda habe, war erst mal ein Probemodell aus Ikea-Ditte-Stoff fällig. Das ergab, dass die Jacke in den Schultern und der vorderen Brustbreite zu eng war. Dann nochmal eben die Schulterpassen ein wenig angepasst, die Vorder- und Rückenteile angeglichen, die Ärmel noch ein gutes Stück verlängert - und dann gezögert. Der Nylonstoff alleine ist zwar schon superschön, aber der Schnitt schreit doch irgendwie nach Kontrasten ... kurz überlegt, die Kunstlederreste von der Hose vom Februar aus der Versenkung geholt, ein kurzes Stoßgebet zum höheren Wesen für Schneiderei geäußert - und zugeschnitten.

Wie es sich für eine Jacke im Biker- oder Racing-Stil gehört, mussten die Schulterpartien natürlich abgesteppt werden. Was ich auch unter einigem Bibbern erledigt habe. Stretchiges Kunstleder ist da unter Umständen ein wenig ungnädig, hätte ich es versaut, hätte ich verloren gehabt, da der Kunstlederrest bis auf ein paar Minischnipsel weg war. Aber hat glücklicherweise gut geklappt, Obertransport sei Dank.

Nun denn, genug geschwafelt, hier ist das Ergebnis meiner Mühen:




Wenn ich die Jacke nochmal machen würde, würde ich vielleicht minimal Weite am unteren Saum wegnehmen und die Ärmel noch einen Zentimeter länger machen, aber alles in allem kann die sich schon sehen lassen. Meine Kolleginnen waren jedenfalls alle ganz angetan davon. Und ein besonders denkwürdiges Kompliment habe ich auch schon bekommen: "Mit der Jacke könntest Du im Film eine Serienkillerin darstellen!" Na dann ... *gg*

Sonntag, 31. August 2014

Eine etwas andere Handtasche

Bloß weil die Frau erst drei Jahre alt ist, heißt das ja noch lange nicht, dass sie keine Handtasche bräuchte ...


Die  (wirklich ultrakitschige) Stickdatei ist gekauft. Was soll man machen, wenn Madame so auf Filly steht, da kann man einfach keine Kompromisse eingehen. 

Da sie und ich die gleichen Farbvorlieben teilen (was sagt das eigentlich jetzt über mich, dass ich den gleichen Geschmack wie eine Dreijährige habe???), war es nicht schwer, den passenden Stoff für die Tasche aus meinem Fundus zu ziehen. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Teil meiner alten Schlafzimmervorhänge und einen Rest meiner neuen Schlafzimmervorhänge. Zusammen mit ein wenig Volumenvlies und etwas Stickvlies gab das ganze eine niedliche Tasche für ein Kindergartenkind ab.

Montag, 11. August 2014

Geburtstagskleid - Burda 7077-V

Nein, nicht mein Geburtstag. Der von meinem Chef. Gestern. Neues Kleid ist gut angekommen und war auch sehr bequem.


Der Stoff, ein einfacher Baumwollpopeline, und die Spitze lagen schon vom Stoffmarkt im Frühjahr hier herum, eigentlich war ein anderes Kleid daraus geplant. Ich bin dann aber doch auf ein einfaches Shiftkleid umgeschwenkt, das geht ja immer und ist eigentlich auch immer kleidsam.

Der Schnitt ist Burda 7077-V, ich habe allerdings die Ärmel von der Jacke einfach ans Kleid montiert. Und ich habe das Kleid gefüttert, weil Popeline sonst gerne mal hochkrabbelt.

Der untere Ärmelabschluss hat mich ein wenig beschäftigt. Die ungesäumte Optik der Ärmel gefiel mir ganz gut, so dass ich sie nicht umnähen wollte, da ich befürchtete, dass das komisch aussehen würde. Ich habe mich dann dazu entschlossen, einen Rollsaum mit der Overlock dranzumachen. Was allerdings eine echte sportliche Herausforderung war, da die Spitze ganz grässlich dehnbar ist und gerne der Naht ausweichen mochte. Meine Lösung bestand darin, dass ich den Füßchendruck um zwei ganze Umdrehungen vermindert habe (Babylock hat leider keine Skala am Regler für den Füßchendruck) und ich das Differential zwei Positionen in Richtung "einhalten" geschoben habe. Das hat mich allerdings so zwei-drei Probenähte gekostet, bevor ich mich an die Ärmel selber getraut habe. Ist aber glücklicherweise gut gegangen.

Insgesamt ist das ein Kleid für alle Gelegenheiten. Durch die Spitze chic genug, um es zu Anlässen zu tragen, durch das Popeline schlicht genug, um es auch Alltags anzuziehen. Ich habe noch ein Paar graue Pumps im Auge, die auch gut dazu passen dürften, dann hole ich mir auch noch einen grauen Gürtel dazu.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Tasche Mondfisch

Diesen Sommer hat mich die Nählust etwas verlassen, ein Stück habe ich trotzdem noch fertig gemacht, und zwar die Handtasche "Mondfisch". Die heißt natürlich so, weil sie so aussieht wie einer, etwas bauchig rund, mit einer großen Flosse, äh, Henkel.


Die Tasche ist ganz einfach gemacht, eine detaillierte Anleitung dazu habe ich auf www.hobbyschneiderin24.net veröffentlicht. Dort liegt auch das Schnittmuster dafür, falls jemand Lust hat, die Tasche nachzumachen. Ein gewerbliches Nacharbeiten bedarf der Genehmigung durch mich. Kopieren und weitergeben der Anleitung ist untersagt.Für den privaten Gebrauch darf die Anleitung ohne vorherige Nachfrage zum Nacharbeiten der Tasche genutzt werden.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Kittelschürze Modell Streublümchenmassaker - Burda 120-042014-DL

 Keine Sorge, es ist nicht wirklich eine Kittelschürze. Es liess sich nur irgendwie nicht schön fotografieren ...


Es handelt sich hier bei wie schon im Titel erwähnt um das Modell Nr. 120 aus der April Burda 2014. Der Schnitt ist auch noch in Abwandlungen im Heft vorhanden, und zwar als Bluse mit längeren Ärmeln und als Maxi-Kleid mit Neckholder. Ich habe mich allerdings (offensichtlich) für die mittlere Länge ohne Ärmel -a aber mit Schultern - entschieden. Da das Kleid in Langgröße im Heft war, habe ich mich entschieden, das mal "einfach so" zu nähen, ohne größere Änderungen durchzuführen. Das ist ein ganz guter Weg ist zu entscheiden, was man beim nächsten Mal vielleicht anders machen möchte, ich habe nämlich tatsächlich (ich kann es selber kaum glauben!) noch keine Erfahrung mit Burda-Langgrößen-Schnitten. Nur am Rock habe ich von vornherein 7 cm Länge zugegeben. Diese Methode der Schnitt-Evaluierung sollte man natürlich nur anwenden, wenn man halbwegs sicher ist, dass das ganze wenigstens genauso halbwegs passen wird. Da die Langgrößen sich wirklich nur in den Längen und nicht in den Umfangmaßen von den Normalgrößen unterscheiden, konnte ich das aber schon einigermaßen einschätzen, dass das wohl hinhaut.

Mein Fazit: Auch bei Langgrößen schadet es nicht, wenn ich noch gut 2 cm in der Taillenlänge zugebe, ich habe bei dem Kleid hier schon 1 cm aus der Nahtzugabe rausgeholt, ein weiterer wäre aber noch besser, die Taille ist zwar vom Modell her als Empire-Taille konzipiert, könnte meiner Meinung nach noch einen kleinen Tick weiter runter. Die Saumlänge konnte die paar cm mehr offensichtlich auch ganz gut vertragen, allerdings habe ich den Rockteil etwas länger gemacht als im Modell vorgesehen.

Das Kleid trägt sich glücklicherweise nicht so bieder, wie es auf dem Bild aussieht, sondern ist ein sehr schönes lässiges Kleid für heiße Tage, in dem ich mich sehr wohl fühle. Da meine Kollegen mich auch nicht gefragt haben, ob ich die neue Putzfrau bin, sieht es wohl in Natura auch nicht wie eine Kittelschürze aus. 

Der Stoff war noch ein Restbestand vom letzten Jahr, ursprünglich war er für die entgültige Version vom Bürzelschoner vorgesehen,, aber den werde ich dieses Jahr doch nicht noch einmal nähen. Aber in diesem Kleid ist der Stoff ja auch gut aufgehoben. Leider schluckt das Muster ein wenig die Details. Vielleicht mache ich das noch mal in Uni, hier liegt noch ein netter hellblauer Stoff für ein Sommerkleid ...