Freitag, 28. Februar 2014

Knotenshirt Burda NR. 130C-022014-DL

Die Trigema-Putzlappen aus der Sammelbestellung neulich waren noch für ein anderes Shirt gut. Diesmal war es das Knotenshirt Burda NR. 130C-022014-DL, in einem fröhlichen Turnhemd-blau.

Der Schnitt ist ziemlich einfach, die Verschlingung wird durch ein extra-Band erreicht, das einfach hinten am Halsausschnitt befestigt wird.

 Das ganze ist mit ein wenig Gezuppel verbunden, wenn man es trägt, damit die Verschlingung richtig sitzt. Geht aber, man muss nicht ständig dran zuppeln, das bleibt dann schon so, wie man es hin gezuppelt hat.

Das Shirt selber und die Ärmel sind überlang, das sollte man vorher ausmessen und gegebenenfalls kürzen, wenn man das nicht möchte. Ich mag das Überlange ja ganz gerne, das liegt wohl daran, dass ich lange Jahre meines Lebens unter zu kurzer Bekleidung zu leiden hatte.

Montag, 24. Februar 2014

Der Tüddel-Büddel - Burda NR. 135A-022014-DL

Hosen habe ich ja jetzt genug, nun sind wieder Shirts dran ...

Da ich im Hobbyschneiderinnen-Forum bei einer Trigema-Sammelbestellung mitgemacht habe, habe ich auch genügend Jersey auf Vorrat. Es ist ja immer ein wenig Glückssache, was man da so kriegt, vor allen Dingen die Länge der Stücke, und ob Fehler da drin sind oder nicht - aber die Ausbeute war schon ganz gut.

Das Shirt 135A-022014-DL (Nr. 135 aus der aktuellen Februar-Burda) sah auf jeden Fall interessant genug aus, um ein Stück Single-Jersey dafür zu opfern. Das angepeilte Stück war gerade groß genug, und ich konnte sogar erfolgreich die fehlerhaften Stellen aussparen. Ich mag es ja, wenn ich die paar Restschnipsel ohne Reue wegwerfen kann, weil man da bestimmt nichts sinnvolles mehr draus machen kann, Schnitt und Stoffstück waren also quasi wie füreinander geschaffen.

Der Schnitt sieht zwar bi-elastischen Jersey vor, aber das bisschen Elastizität, das der Single-Jersey zu bieten hatte, reichte meiner Meinung nach aus, das Shirt ist ja weder super eng noch sonstwie so geschnitten, dass das wirklich notwendig wäre, da etwas wirklich elastisches zu verarbeiten.


Ich mag irgendwie diesen leicht schlampigen Look.
Der Schnitt ist auf jeden Fall ganz witzig, und wenn man den Zipfel nach außen drapiert, dann sieht es ein wenig so aus, als wenn einem gleich ein Alien aus dem Bauch bricht ... *augenroll*


Änderungen waren nicht allzu viele nötig, Länge habe ich zugegeben (Das Teil ist wirklich sehr kurz, vor allen Dingen hinten!) und über der Brust noch mal 4 cm Mehrweite eingearbeitet. Mit Brustabnähern muss man sich bei diesem Schnitt nicht herumschlagen, die verschwinden quasi im Büddel überm Bauch.
Ansonsten habe ich den Halsausschnitt ordentlich eingefasst, und nicht mit einer offenen Kante nach außen, das hätte ich unordentlich gefunden. Dazu sollte man nur rechtzeitig daran denken, dass man den Einfassstreifen 4 cm breit zuschneidet, und nicht nur 2 cm wie in der Anleitung angegeben. Die Bändigung des Jersey, der sich fiese einrollte, geschah mit einer Dose Sprühstärke und dem Bügeleisen. Genadenlos platt machen, das erleichtert die Arbeit ungemein, kann ich wärmstens empfehlen.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Noch mehr Experimente! Burda NR. 111-012014-DL

Es ist zwar schon Februar, aber ich bin mit der Januar-Burda noch nicht ganz durch gewesen. Das Shirt vom Titelblatt hatte ich ja schon genäht, aber die Hose sah auch interessant aus.

Zu meiner nicht unbeträchtlichen Überraschung war die aber, im Gegensatz zum Shirt, nur in Kurzgröße vorhanden. Also war Experiment Nr. 1 fällig, das Schnittmuster aus Kurzgröße für meine 1,86m Körpergröße umändern. Da ich sehr skeptisch war, ob das so hinhaut wie es soll, war erst mal eine Probehose fällig. Und siehe da, 3 cm in der Sitzhöhe und je 4 cm in Oberschenkel- und Unterschenkelhöhe einzufügen reichte schon aus, um das Schnittmuster für mich tragbar zu machen. Vorne konnte ich aber wieder noch ein kleines Stück (ca. 1 cm) unterm Bund wieder zur Seite verlaufend hin wegnehmen, hinten waren die 3 cm aber genau richtig.

Experiment Nr. 2 war die Verarbeitung des dünnen Stretch-Kunstleders. Auch das ist gut gelungen, war aber nicht ganz einfach. Ich habe eine Stretch-Nadel genommen, das ging problemlos und ohne Fehlstiche. Und für die Absteppungen auf der Kunstlederoberseite habe ich den Obertransport meiner Nähmaschine zum Einsatz gebracht. Das war auch nötig, das Zeug hat sich etwas klebrig verarbeiten lassen, und dadurch, dass es einen Stretchanteil hat, hätte es sich selbst mit dem Rollfuß unangenehm gedehnt.

Teil 3 des Experiments war, ob mir das Ding im Endeffekt überhaupt steht, es ist ja schon ein etwas anderer Stil als ich den sonst tragen würde.
Aber seht selbst:




Das Kunstleder ist natürlich nicht so geschmeidig wie es Stoff sein könnte, deshalb wirft es leichte Falten. Stört mich allerdings nicht besonders. Von hinten ist die Hose aus Romanitjersey, der genau wie das Kunstleder querelastisch ist. Das macht die Hose sehr bequem. Ich habe sie heute schon mal im Büro probegetragen (nein, nicht mit *den* Schuhen). Auch nach einem ganzen Arbeitstag hat der Romanit nicht nachgegeben und entgegen meiner Befürchtung hat da nichts gebeutelt. 
Da das alles so stretchig ist, habe ich den Bund mit 2 Lagen festen Baumwollstoffs verstärkt, dessen eine Lage ich mit Vlieseline bebügelt hatte. Die wollte ich nämlich nicht auf das Kunstleder aufbügeln, da ich die Befürchtung hatte, dass das dann anfängt zu schmelzen oder sonstwie in Mitleidenschaft gezogen würde. Die Lagen Baumwollstoff und Vlieseline habe ich dann in mehreren parallelen Nähten mit der Bundinnenseite versteppt. So hat die Angelegenheit genug halt und leiert nicht.

Ich würde mal sagen, Experiment gelungen.  Das Kunstleder ist ein kleines bisschen raschelig wenn man geht, aber das hört man wahrscheinlich nur, wenn man in leisen Innenräumen unterwegs ist.