Sonntag, 20. Januar 2013

Der letzte Schliff für das Kostüm

So, nun ist auch noch die Jacke zum Kostüm fertig. Wie ich bereits erwähnte, handelt es sich dabei um die Jacke aus dem Schnitt Simplicity 7532 respektive 2172:




Der Stoff aus dem die Jacke ist, ist ein Super-100-Schurwolltuch mit 3 % Elasthan. Ein echtes Schnäppchen, da er nur noch ungefähr ein Fünftel des ursprünglichen Preises gekostet hat, zum Originalpreis hätte ich mich wohl nicht getraut, ihn für so etwas frivoles wie dieses Kostüm zu verwenden. Den Schnitt hatte ich auf gut Glück (da ich noch nicht so übermäßig viel Erfahrung mit anderen Schnitten von Simplicity hatte als  mit ein paar Shirts) nach meinen üblichen (Burda-) Standardänderungen an meinen Körperbau angepasst. Das waren in diesem Fall nur die Verlängerungen der Oberkörper- und Ärmellänge. Eine FBA war hier meiner Meinung nach unnötig, da die Brust ja ohnehin nicht von der Jacke bedeckt ist. Die Änderungen erwiesen sich glücklicherweise als genau richtig.

Bei der Verarbeitung bin ich ein bisschen anders vorgegangen als in der Anleitung, die Vorderteile und der obere Rücken habe ich mit Vlieseline H410 bebügelt. Das kam mir einfach stimmiger vor als die etwas fludderige Verarbeitung ohne was drunter. Ich habe die große Rüsche am Ausschnitt und an den Ärmeln weggelassen, stattdessen ist da jetzt ein kleines Rüschchen dran, das eigentlich ein Dessous-Gummi ist. Ich habe auch die Jacke nach einer anderen Methode gefüttert als in der Anleitung beschrieben, das Futter habe ich komplett mit Ärmeln genäht und die Jacke auch und dann miteinander verstürzt. Unten an der hinteren Kante habe ich die Wendeöffnung aber gelassen wie beschrieben. Aber ich habe die Ärmelsäume nicht miteinander verstürzt, sondern zusammen mit dem Futter mit Schrägband eingefasst, da ich die Rüschen weggelassen hatte, fand ich sie sonst zu kurz und durch die Schrägbandeinfassung ließen sich noch 1,5 cm gewinnen.
Und ich habe natürlich größere Mengen Stickgarn verbraten, um die Jacke zu verzieren. Wie ich bereits erwähnte, habe ich die Stickdateien bei Urbanthreads gekauft. Die sind sehr schön digitalisiert und lassen sich ohne böse Überraschungen sticken. 

Ich bin auf jeden Fall schwer begeistert von der Jacke. So feierlich angezogen habe ich mich lange nicht gefühlt. Und den Schnitt fand ich auch echt gelungen.

Mittwoch, 2. Januar 2013

neues aus der Welt der seltsamen Gewänder

Wie ist es doch schön, dass es an diesem Ort und um diese Jahreszeit durchaus gesellschaftlich akzeptabel ist, sich in seltsame Gewänder zu hüllen und seinem Spaß an der Verkleidung nachzugehen!
Der Spieltrieb hat mich noch im letzten Monat kurz vor Weihnachten dazu getrieben, ein wenig an meinem Steampunk-Outfit weiter zu werkeln. Diesmal war der Rock dran. Der Einfachheit halber habe ich ein fertiges Schnittmuster genommen, und zwar den Rock und den, wie soll ich es nennen, Überrock von Simplicity 7563/2207. 6m Stoff und etliche Meter Rüsche später ist dann das hier dabei herausgekommen:



Ich trage zu dem Rock die Bluse Burda 7136V.

Von vorne sieht das ganze dann so aus (mit Korsett Pin-up Girls 1407 dabei):



Die Röcke kann man auch raffen, falls man bei Ausübung obskurer dampfgetriebener wissenschaftlicher Tätigkeiten mal ein wenig mehr Bewegungsfreiheit braucht:



 Langsam gedeiht es. Ohne allzugroßen Aufwand sogar, wenn man es recht betrachtet, der Rock war relativ unaufwändig herzustellen, obwohl ich den Gummizug durch einen festen Bund ersetzt habe. Gummizug ist bei den Stoffmassen irgendwie suboptimal. Man möchte das Teil ja nicht aufgrung des Gewichts zwischendurch verlieren. Es fehlt noch das passende untendrunter. Ich schwanke noch zwischen einem Unterrock und Unaussprechlichen. Oder beides? Und es kommt noch eine Jacke dazu (Simplicity 7532/2172) . Die liegt schon zugeschnitten und mit Vlieseline versehen auf meinem Tisch und wartet darauf, zur Anprobe geheftet zu werden. Und dann bestickt. Urban Threads ist in dieser Hinsicht wohl unschlagbar, was so richtig schöne Stickdateien in dieser Richtung anbelangt. 

Dienstag, 1. Januar 2013

Ein frohes neues Jahr

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr! Auf dass die 13 uns nicht unnötig viel Unglück bringe!

Sonntag, 9. Dezember 2012

vegetarische Bolognese-Sauce

Wenn man die Bolognese für die Spaghetti mal vegetarisch versuchen möchte, dann kann man das Hackfleisch einfach durch kleingehackte Champignons ersetzten. Ein Pfund Champignons kleinhacken und eine Stunde stehenlassen, damit sie ein wenig braun anlaufen, sie  ersetzen ca. 1,5 Pfund Rinderhack. Sonst kann man sein stinknormales Bolognese-Rezept verwenden. In meinem Fall geht das so:

Die besagten Champignons in einer Pfanne anbraten, Überschüssige Flüssigkeit abgiessen. Zwei gehackte Zwiebeln dazutun und glasig werden lassen. Das ganze salzen. Dann kommen noch 2-3 klein gewürfelte oder zu kurzen Streifen geriebene Möhren dazu. 2 EL Tomatenmark dazu und 500g passierte Tomaten. Mit Sahne binden. Dazu dann eine Ladung italienischer Kräuter aus dem Froster. Und ordentlich Oregano. Und etwas Knoblauch, wenn man mag. Nach belieben nachsalzen und Pfeffern.

Ich war von dem Ergebnis wirklich positiv überrascht. Hätte ich nicht gewusst, dass da Champignons drin sind, hätte ich bestimmt gefragt, warum das Hackfleisch so einen anderen Biss hat als sonst. Geschmacklich war es wirklich erstaunlich ähnlich zu sonst.

Freitag, 7. Dezember 2012

Aber das wäre doch nicht nötig gewesen ... Teil 2

Das Wetter gibt sich betont winterlich:



Von nix morgens um 8 Uhr auf 20 cm um 17 Uhr. Und das, wo der mittlere Rosenstrauch noch voll am Blühen ist. 

Schnee macht sich in der Kölner Bucht immer besonders gut. Direkt vor meiner Arbeitsstelle geht eine winzige Steigung vom Bahnhofsparkplatz Richtung Haupstrasse hoch. Die 16 Uhr-Pendler mussten auf halber Höhe ihr Basislager aufschlagen. Anzuhalten um auf eine Straße einzubiegen und dann wieder wegzukommen ist auf spiegelglatter Straße nicht so einfach, schon gar nicht, wenn es etwas aufwärts geht. Ich bin dann lieber woanders lang gefahren.

Freitag, 23. November 2012

Hemdbluse Burda 7136-V

Eigentlich trage ich Blusen so gut wie nie. Um herauszufinden, ob das nicht vielleicht damit zusammenhängt, dass ich tatsächlich auch gar keine habe, die ich tragen könnte, habe ich gedacht, dass ich doch mal welche machen sollte. Erschwerend kam hinzu, dass das Stoffkontor so einen netten friedafarbenen Karostoff hatte, der mich schon seit Wochen irgendwie angegrinst hat.

Ein Blick in das Burda-Angebot ließ mich dann das Modell 7136-V auswählen. Ein richtiges Brot-und-Butter-Modell in den Varianten A und B, während die Variante C mit einem kleinen Stehkragen und einem gefältelten Plastron aufwartet. Eigentlich könnte man fast sagen, dass das zwei Schnittmuster in einem sind.

Abgesehen von den üblichen Änderungen habe ich hier das Armloch um ganze 4 Zentimeter im Umfang erweitert, indem ich einen Teil der bei mir immer notwendigen Schnitt-Verlängerung mit jeweils 2 Zentimetern im Armlochbereich von Vorder- und Rückenteil eingefügt habe. Ebenso wurden 2 Zentimeter Höhe in der Armkugel eingefügt. Das Armloch wäre sonst viel zu eng gewesen. Ein Effekt, den man von Burda-Schnitten überhaupt nicht so kennt, die sind doch eher für Riesen-Armlöcher bekannt. Ich kann nur empfehlen, bei Verwendung dieses Schnittes den Armlochumfang nachzumessen und mit dem Körpermaß zu vergleichen, sonst könnte man damit echt reinfallen.


 Das Bild oben zeigt die Variante C (links) und die Variante A nebeneinander.



Variante A ist eine Hemdbluse ohne viel Schnickschnack. Eigentlich gehört da noch eine Brusttasche drauf, aber da ich kein Freund von Hemdtaschen bin und ich keine Lust auf das Gehampel mit dem Karoverlauf hatte (da hatte ich beim Zuschneiden des Rests schon genug Hirnschmalz reingesteckt!), habe ich mir diese Tasche gespart. 



 Variante C des Schnittmusters kommt niedlich altmodisch daher mit den abgesteppten Falten am Brusteinsatz und dem kleinen Stehkragen. Fast möchte man einen Smoking dazu anziehen. Nicht auf dem Bild zu sehen, aber durchaus zum altmodischen Gesamtbild beitragend sind die Manschetten, die klassisch doppelt genommen werden. Ich habe sie so verarbeitet, dass sie mit einem Paar der Manschettenknöpfe aus meinem erstaunlich zahlreichen Fundus (immerhin habe ich ja sonst gar keine Hemden und Blusen!) zu schliessen sind. Auf jeden Fall passt die altmodische Art schön zu der Kopfbedeckung aus dem vorigen Posting.
Der verwendete Stoff stammt übrigens von "Azienda Tessile" in Rom, direkt am Torre Argentina gelegen. Mein Mitbringsel aus dem Rom-Urlaub letzten Monat. Es ist ein ganz ordinärer Baumwollbatist in der Farbe Chamois (hat da wer "beige" gesagt??? ;)), knittert leider ein bisschen. Aber das unterstreicht den antiken Look nur noch.

Donnerstag, 22. November 2012

Das Klischee bedienen

Ist das nicht ein netter Anblick?



Schon fatal, wenn man inmitten von Karnevalsläden wohnt. 
Hier bitte irres Kichern einfügen.