Es ist die 22leaves-Shawlette von Lankakomero, die Anleitung dazu findet man auf ravelry. Es ist schon ein bisschen anspruchsvoller zu stricken, die doppelten Umschläge sind eine Sache, an die man sich unter Umständen erst gewöhnen muss.
Mittwoch, 29. Juni 2011
Wollmeisenverwandlung
Eine von meinen Weihnachtsgeschenk-Wollmeisen ist nun endlich ihrer neuen Bestimmung zugeführt worden. Ein Tuch (was auch sonst ...)
Diesmal bleibt das gute Stück aber endlich bei mir, die letzten beiden Werke mit diesem Muster wurden mir ja vom Weihnachtsmann entrissen.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Slip mit (fast) nur einer Naht
In Experimentierlaune habe ich mal meinen üblichen Slip-Schnitt so umgewandelt, daß er im Oberstoff nur eine Naht hat und eine weitere Covernaht, mit der die zweite Zwickelseite befestigt wird:
Der Slip sitzt ganz passabel, durch den sehr elastischen Stoff liegt er oben gleichmäßig an, das zieht sich also an der Oberkante in die richtige (Körper-) Form. Das geht aber nur, wenn der seitliche Bereich recht schmal gehalten wird, sonst wird es unförmig.
Der einzige Nachteil, der mir bisher aufgefallen ist ist, dass die Kante am Po recht lang ist (und das würde noch schlimmer, wenn man den Seitenbereich verbreitert). Dadurch, dass man das Gummiband an der Stelle nicht beliebig kurz machen kann, ohne es irgendwann zu überdehnen, bleibt die Kante auch nach dem Versäubern mit dem Gummi recht lang. Das führt dazu, dass die Gefahr steigt, das das Teil in die Ritze krabbelt. Vielleicht sollte ich den nächsten Versuch gleich unten etwas breiter machen, unter Umständen gibt das dann mehr Halt.
Es sind quasi Vorder- und Hinterteil und Zwickelteil aneinandergelegt und daraus "aus dem Handgelenk" ein einziger Schnitt gemacht.
Und das ist das Ergebnis:
Der einzige Nachteil, der mir bisher aufgefallen ist ist, dass die Kante am Po recht lang ist (und das würde noch schlimmer, wenn man den Seitenbereich verbreitert). Dadurch, dass man das Gummiband an der Stelle nicht beliebig kurz machen kann, ohne es irgendwann zu überdehnen, bleibt die Kante auch nach dem Versäubern mit dem Gummi recht lang. Das führt dazu, dass die Gefahr steigt, das das Teil in die Ritze krabbelt. Vielleicht sollte ich den nächsten Versuch gleich unten etwas breiter machen, unter Umständen gibt das dann mehr Halt.
Montag, 6. Juni 2011
Geschmacksarm
Na, das nenne ich mal eine richtig gelungene Platzierung von Werbung:
Manchmal fragt man sich echt, ob irgendjemand auch mal sein Hirn anschaltet ...
Sonntag, 29. Mai 2011
Uniform-Jacke
Und weil ich hier schon mal das Jacken-Thema am Wickel habe ...
In der Mai-Burda war eine ganz nette (mMn) Jacke drin, im Military-Stil. Und nachdem ich im Sauerland so etwas schon im letzten Jahr bewundern konnte (Burda und bleeding edge of fashion? *hüstel*), und auch dieses Frühjahr nochmal bei der Taufe unserer Nichte, habe ich gedacht, dass ich auch so etwas in der Art haben möchte. Außerdem kann man die im Zweifelsfall auch noch steampunkig aufmachen, wenn man möchte.
Da ich ohnehin schon gerade einen Grundschnitt für eine Jacke nach Müller und Sohn erstellt hatte (und ich mit den Burda-Armlöchern nicht so ganz zufrieden war, siehe das letzte Posting), habe ich mir den Schnitt auch lieber selber erstellt. Hier ist das Ergebnis:
In der Mai-Burda war eine ganz nette (mMn) Jacke drin, im Military-Stil. Und nachdem ich im Sauerland so etwas schon im letzten Jahr bewundern konnte (Burda und bleeding edge of fashion? *hüstel*), und auch dieses Frühjahr nochmal bei der Taufe unserer Nichte, habe ich gedacht, dass ich auch so etwas in der Art haben möchte. Außerdem kann man die im Zweifelsfall auch noch steampunkig aufmachen, wenn man möchte.
Da ich ohnehin schon gerade einen Grundschnitt für eine Jacke nach Müller und Sohn erstellt hatte (und ich mit den Burda-Armlöchern nicht so ganz zufrieden war, siehe das letzte Posting), habe ich mir den Schnitt auch lieber selber erstellt. Hier ist das Ergebnis:
Die Jacke ist im Gegensatz zur Burda-Jacke mit Paspeln gearbeitet.
Und wer sagt denn, dass die Innenverarbeitung einer ungefütterten Jacke gruselig sein muß, bloß weil man eine Overlockmaschine sein eigen nennt ...
Man muss sie ja nicht verwenden.
Bei dieser Jacke zahlt es sich übrigens aus, wenn man einen günstigen Anbieter für Knöpfe kennt. Es sind immerhin 20 Stück da dran.
Das Armloch - und wie es die Bewegungsfreiheit beeinflusst
Das Konstruieren des Jackenschnitts für die Chaneljacke hat mich drauf gebracht, dass ich mal ein paar verschiedene Jacken "gegeneinander antreten" lassen könnte. In den Ring steigen die Chaneljacke nach Müller und Sohn konstruiert, eine Jacke mit dem Garment Designer konstruiert, eine Jacke nach einem Burda-Schnittmuster und eine nicht ganz billige Kostümjacke (das Kostüm hat damals ca. 800 DM gekostet, das war schon gehobenere Klasse, würde ich meinen). Mein liebster Haus- und Hof-Photograph schaute erst etwas irritiert, als er mich in 4 Jacken jeweils in 3 Posen fotografieren sollte, es erschloss sich ihm nicht gleich, welchen Effekt ich da dokumentieren wollte.
Fangen wir mal mit Pose 1 und 2 für jede der Jacken an.
Als erstes die Chaneljacke aus dem vorherigen Posting:
Ich bin mit dem Sitz sehr zufrieden, das nächste mal könnte der Herr Photograph vielleicht noch darauf achten, dass alle Knöpfe richtig zu sind und das T-Shirt nicht unten rausguckt.
An zweiter Stelle kommt die Jacke, die ich mit dem Garment-Designer entworfen habe:
Der Sitz ist ganz passabel, die Ärmel sind leider nicht ganz so schön wie bei der Chaneljacke, aber es sind auch nur einteilige Ärmel und der Stoff ist ein wenig problematisch, alles in allem doch ganz ok.
Nun zu Nummer 3, der gekauften Kostümjacke:
Nicht unbedingt mein Stil, auf Grund des Alters auch wohl nicht mehr ganz so aktuell und modern, aber die Ärmel fallen ganz gut. Sie sind natürlich etwas kurz, aber was will ich Riesenkind auch von Konfektion erwarten ...
Als letzter Kandidat kommt nun die Chanel-Jacke nach dem Burda-Schnitt 4701 aus den 90ern des letzten Jahrtausends dran:
Die Jacke könnte etwas länger sein, die Ärmel auf jeden Fall auch. Weiß der Geier, warum ich die damals so kurz gemacht habe. Ich war jung und hatte keine Ahnung. Auf jeden Fall keine Ahnung von wirklich guter Passform. Nichts desto weniger, die Armkugeln sind gar nicht so abscheulich, wenn man sie mal so betrachtet.
Bis jetzt hatten wir also 4 Jacken, die im Armlochbereich alle ganz passabel aussahen.
Jetzt kommt der Witz an der Angelegenheit, nämlich die unterschiedliche Bewegungsfreiheit in jeder der 4 Jacken. Dazu stellen wir uns einfach mal vor, dass jemand uns eine Pistole vor die Nase hält und "Hände hoch!" brüllt. Passiert vielleicht nicht ganz so oft, schönen Dank auch, aber dass man die Arme bewegen muß, das passiert schon häufiger.
Hier also die Ergebnisse des Hände-hoch-Tests.
Kandidat 1:
Man kann sich bewegen. Der oberste Knopf ist immer noch nicht ganz zu, aber das war er vorher auch noch nicht.
Kandidat 2:
Auch hier kann man sich frei bewegen, ohne daß irgend etwas auffällliges passiert.
Kandidat 3:
Hier kann man schon deutlich sehen, dass die Schultern sich nach oben bewegen. Der Ausschnitt klafft, da er aber sehr weit ist, fängt das den Effekt wieder etwas auf.
Und nun der krönende Abschluss, Kandidat 4:
Muss ich dazu noch irgendwas sagen? Wohl nicht ... Der Knopf auf Brusthöhe springt auf, die Schultern sagen den Ohren hallo, schlimmer geht's nimmer. Da war dann auch dem Haus- und Hof-Photographen klar, worauf ich hinauswollte.
So ähnlich hätte übrigens auch die Konfektionsjacke ausgesehen, wenn sie bis obenhin geknöpft gewesen wäre.
Was ist jetzt der Unterschied am Schnitt der 4 Jacken?
Das ist ganz einfach zu beantworten. Die Jacken 1 und 2 haben ein hochgeschnittenes Armloch, das bis dicht unter die Achsel geht. Die Jacken 3 und 4 haben ein Armloch, das tiefer ausgeschnitten ist. Das führt dazu, dass man mit der Armbewegung die ganze Jacke nach oben transportiert und nicht nur den Ärmel. Da kann man den Ärmel noch so "coutürig" verarbeiten wollen und mit Ärmelfischchen wedeln , das nützt alles nix, wenn der Schnitt die nötige Bewegungsfreiheit nicht hergibt.
Wir basteln uns ein Chanel-Kostüm
Es ist ja fatal, wenn man im Urlaub eine ganze Woche Zeit hat, in der man nichts besonderes auf dem Plan hat. Da traf es sich gut, daß ich unlängst mal über diese Anleitung gestolpert war:
http://www.sewnsushi.de/sewingsecrets/chanel/chanel.pdf
Ich hatte vor ewiger Zeit schon mal ein Chanel-artiges Jäckchen gemacht, nach dem Burda-Schnitt 4701, das muß irgendwann so Mitte der 90er gewesen sein. Da konnte doch jetzt endlich mal ein neues her. Der Stoff war schnell gefunden, ein friedafarbener Bouclé. Aber erst mal brauchte ich einen Schnitt. Ich habe mir den Schnitt selber nach Müller und Sohn erstellt, das gibt einfach eine schönere Passform als wenn ich einen fertigen Schnitt genommen hätte. Es ist aber natürlich mit mehr Arbeit verbunden.
Anschließend wurden die Ränder zurückgeschlagen und die Seiten und Schulternähte des Oberstoffs geschlossen.
http://www.sewnsushi.de/sewingsecrets/chanel/chanel.pdf
Ich hatte vor ewiger Zeit schon mal ein Chanel-artiges Jäckchen gemacht, nach dem Burda-Schnitt 4701, das muß irgendwann so Mitte der 90er gewesen sein. Da konnte doch jetzt endlich mal ein neues her. Der Stoff war schnell gefunden, ein friedafarbener Bouclé. Aber erst mal brauchte ich einen Schnitt. Ich habe mir den Schnitt selber nach Müller und Sohn erstellt, das gibt einfach eine schönere Passform als wenn ich einen fertigen Schnitt genommen hätte. Es ist aber natürlich mit mehr Arbeit verbunden.
Nach der Schnitterstellung war der Zuschnitt dran. Der Stoff sah zwar schön aus, aber war irgendwie so labberig und haltlos, dass ich das Vorderteil lieber komplett mit Vlieseline G405 bebügelt habe. Ebenso den oberen Rücken und die Armlöcher. Der Gedanke, Ärmel in völlig verzogene Armlöcher einnähen zu sollen behagte mir nämlich überhaupt nicht.
Als nächstes wurde dann das Futter an den einzelnen Schnittteilen des Oberstoffs festgequiltet. Das Futter war einfach grässlich. So etwas flutschiges habe ich selten erlebt.
Dann kamen die Ärmel rein. Von außen sah es ja schon mal echt gut aus.
Von innen eher noch nicht. Man kann aber sehr schön den Volumenvlies-Streifen sehen, der mir die Armkugelrundung auffängt:
Als nächstes wurden in mühevoller Kleinarbeit alle Futternähte von Hand geschlossen. (Kommentar meiner Kollegin: Warum tust Du sowas??? Gute Frage. Geht halt nicht anders, wenn das Futter am Oberstoff dran ist.)
Dann gab es Knopflöcher. Auf dem Oberstoff sind sie gestickt.
Im Futter sind sie gepaspelt.
Ja, ich habe mir wirklich die volle Dröhnung gegeben. Keine halben Sachen!
Noch 'ne flotte Borte drumherum, das sieht doch schon fast fertig aus:
Na gut, noch Taschen drauf und Knöpfe dran. Ach ja, und natürlich das Futter noch per Hand an den Kanten befestigen. (Ist eigentlich jemandem das omnipräsente Bügeltuch mit den Herzchen drauf aufgefallen?)
Ich bin stolz wie Oskar! Und wer bis hier durchgehalten hat, wird auch noch mit dem Rock zum Kostüm bestraft!
Ein ganz schlichtes Teil. Der Witz liegt im Saum, der ist nach chanelliger Art mit der Webkante verstürzt.
Ich hoffe, ihr habt Euch nicht zu sehr mit meinen Beschreibungen gelangweilt. Immerhin habe ich es mir gespart, auch noch ein Bild von der Kette zu zeigen, die ich am Saum der Jacke befestigt habe.
Mittwoch, 18. Mai 2011
estnisches Tüchlein
Für Zwischendurch hatte ich mal wieder ein kleines Tuch am Wickel (http://www.ravelry.com/patterns/library/estnisches-tuchlein-estonian-shawlette).
Es sind 90 g Jawoll Magic in der Farbe 90, ein dunkles Lila, das leider auf dem Foto gar nicht rauskommt. Das Tuch ist also wirklich ein Tüchlein. Das Muster ließ sich gut stricken, die 5er Noppen neben den Umschlägen waren aber schon konzentrationsfördernd ... Zumal bei dem dunklen Garn, das war dann was fürs gut beleuchtete Wohnzimmer und nicht für den Spinnstammtisch im Halbdunkeln.
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