Sonntag, 23. Juni 2013

Kichererbsensuppe

Ich bin bei Chefkoch mal wieder über ein Rezept gestolpert, weil ich von einer Freundin eine Tube Paprikamark bekommen habe und mich gefragt habe, was ich damit wohl anfangen soll:

http://www.chefkoch.de/rezepte/1604301267612839/Kichererbsensuppe.html

Ein erster Versuch damit hat mich das Rezept ein bisschen überarbeiten lassen, hier ist meine Version für ca. 4-6 Portionen:

1 große (800g) Dose Kichererbsen
ca. 750g Süßkartoffeln
1 Paprikawurst (Chorizo)
300 g Joghurt
2  Paprika
2 EL Paprikamark
2 EL Tomatenmark
1000 ml  Gemüsebrühe
1 Bund Koriandergrün
frische Minze
2 Zwiebeln
2 Zehe/n Knoblauch 
Kreuzkümmel
Koriander
Kurkuma
Harissa
Salz und Pfeffer

Die Zwiebeln hacken und mit den in kleine Würfel geschnittenen Süßkartoffeln in etwas Öl in einem großen Topf anbraten. Dann das Tomaten- und Paprikamark dazugeben und etwas mitbraten. (Sollte kein Paprikamark erhältlich sein, ersetze es einfach durch die gleiche Menge Tomatenmark). Das ganze mit der Brühe ablöschen und die Kichererbsen dazugeben. Kochen, bis die Süßkartoffeln noch leicht bissfest sind, dann die Paprika dazugeben und 5 Minuten mitkochen. Jetzt fischt man ein drittel der festen Teile mit dem Schaumlöffel aus der Suppe und püriert den Rest. Die rausgefischten Teile wieder in die Suppe geben und mit den Gewürzen (bis auf das Koriandergrün) abschmecken. Die gewünschte Schärfe wird mit Harissa erzielt, sollte kein Harissa verfügbar sein, kann man auch mit Chili-Pulver würzen. Das ganze dann auf kleiner Flamme noch ein wenig weiterköcheln lassen.
Währenddessen den Knoblauch in den Joghurt pressen, etwas salzen und mit gehackter Minze versetzen. Ebenfalls das Koriandergrün vom Stengel zupfen und hacken (wer keinen Koriander mag, nimmt Petersilie oder lässt den Teil einfach weg)
Die Chorizo in 1cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne ohne Fett von beiden Seiten anbraten.

Zum Anrichten die Suppe in tiefe Teller geben, einige Scheiben gebratene Chorizo hineingeben und mit einem großen Klacks Knoblauch-Minz-Joghurt und dem gehackten Koriandergrün verzieren. Dazu passt gut Fladenbrot.

Wer es lieber vegetarisch mag, lässt einfach die Chorizo weg.

Das Leibchen

Vor einiger Zeit schon habe ich diese Tunika (mit dem Spitznamen "das Leibchen", weil ich die altmodische Bezeichnung so mag) fertiggestrickt:



Das Garn war das Weihnachtsgeschenk einer lieben Strickfreundin, es handelt sich dabei um Posh Yarn in der Qualität Audrey Lace. Ein so zarter Traum von einem Garn, nahezu dekadent, ein Mix aus Seide und Kaschmir mit einer Lauflänge von 800m/100g. Weil das Garn so zart ist, musste ich erst mal überlegen, was ich denn eigentlich daraus mache. Noch ein Tuch erschien mir überflüssig, es sollte also ein Kleidungsstück werden. Viel Muster sollte es auch nicht haben, damit der wunderschön fließende Fall des Gestricks gut zur Geltung kommt. Es ist daher diese Tunika geworden, die nur kleine Lochmusterstreifen an den Säumen als Zierde aufweist. Wie man sieht, ist sie auch verstrickt ein zarter Traum, ganz leicht durchscheinend, aber doch blickdicht genug.
Gestrickt habe ich sie auf dem Feinstricker mit Maschenweite 5.0, nur die Bündchen sind kraus rechts mit nachträglich mit der Hand angestrickt. Für die Lauflänge des Garns ist das eine erstaunlich hohe Maschenweite, ohne dass das Gestrick ein flatteriges Netz wird. Ich rechne das dem Kaschmiranteil zu, der ja durch seine Flauschigkeit für Volumen sorgt.


Um die Bündchen bequem anstricken zu können, hatte ich das Gestrick auf Kontrastgarn angeschlagen und später einfach die offenen Schlingen auf eine lange Rundstricknadel der Stärke 2 aufgenommen. Eine Arbeit, die man tunlichst bei guter Beleuchtung machen sollte ...
Die Farbe ist übrigens auch sehr schön, schwer zu entscheiden, ob es hellblau oder hellflieder ist, sie wechselt zwischen beiden Tönen hin und her.
Ich habe für das Teil übrigens keine 200 g gebraucht, während des Strickens habe ich die ganze Zeit gedacht, das kann doch nicht reichen, aber siehe da, es hat gereicht. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich sogar die Ärmel noch länger machen können. Es sind ca. 10g übriggeblieben von den 200g die ich hatte.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Die sensationell faltenarme Hose - Simplicity 4044

In einem akuten Anfall von Retro ist mir das Schnittmuster Simplicity 4044 zugelaufen. Ich hatte ein Bild der Hose irgendwo in der Galerie bei der Hobbyschneiderin gesehen und fand die Bundlösung so niedlich.

Da ich noch Stoff von der großen Aus- und Aufräumaktion einer lieben Strick- und Schneiderbekannten hatte, konnte ich auch gleich damit loslegen.

Ich habe nur die üblichen Änderungen gemacht, die Sitzhöhe wurde um 2 cm verlängert und die Beinlänge um 4cm, ein Probemodell habe ich mir gespart und gleich losgelegt. Und ich bin, was den Sitz der Hose anbelangt, glücklicherweise nicht enttäuscht worden:



Und ich fragte beim Fotografieren der Rückansicht noch, ob die Hose denn halbwegs faltenfrei aussähe ...

Als ich das Bild dann gesehen habe, musste ich echt lachen. Das sieht ja fast aus wie aus Plastik gegossen!

Die Hose macht sich gut als Modell für besondere Gelegenheiten, finde ich. Der einzige Nachteil ist, dass sie keine Taschen hat. Durch den Verschluss an der Seitennaht wüsste ich leider auch nicht, wo man halbwegs sinnvoll welche unterbringen könnte, allenfalls senkrechte Paspeltaschen vorne könnte ich mir vorstellen, ohne dass der Charakter vollkommen verloren ginge.


Dienstag, 18. Juni 2013

blüht immer noch ...

Duftrosen gibt es auch in weiß ...



Ich finde die Dinger einfach zu schön!

Samstag, 8. Juni 2013

Hier blüht's

Endlich blühen hier die Rosen!



Und duften tun sie auch noch.

Freitag, 24. Mai 2013

Der geschenkte Gaul - aka Zugluftdeflektor

Dank einer überaus grozügigen Garntransfusion von Frau Z. aus B. bin ich in den Besitz dieses Sommergarns aus Viskose und Leinen mit einem kleinen Schuß Poly für die Stabilität gelangt. Es handelt sich dabei um das Garn "Damask" von Rowan in der Farbe Lava (das sieht mir aber eher nach pinkfarbener Prinzessin-Lilifee-Lava aus), das in der Zwischenzeit allerdings nicht mehr hergestellt wird.

Wie das so ist ... man sieht es, mag es, nimmt es mit, es ist die falsche Jahreszeit, man packt es weg und vergisst es dann erst mal. Beim Frühjahrsputz habe ich dann mal in den ominösen Karton im Regal geschaut. Und war sehr freudig überrascht über den Schatz, der da auftauchte. Die Jahreszeit ist, zumindest kalendarisch, jetzt auch die richtige, und eine Verarbeitungs-Idee sprang mich dann glücklicherweise ebenfalls ziemlich umgehend an.

Auf der Arbeit sitze ich ein wenig ungünstig, so dass ständig Zugluft bei mir vorbeipfeift, wenn nebenan ein Fenster geöffnet ist. Und das ist es im Sommer fast immer. Ich friere dann immer so an den Oberarmen, selbst wenn draußen locker mehr als 20°C sind. Also habe ich gedacht, ich mache mir für den Fall einfach mal eine sommerliche Jacke, die meine armen Arme ein wenig vor der bösen Zugluft schützt.

Tadaaaa:



Und weil ich schon gerade am spendenverwerten war, habe ich auch gleich noch die  Schließe genommen, die ich letztes Jahr in meinem Ravelry-Kursleiter-Dankeschön-Knopfpaket hatte.

Damit nicht jemand auf die Idee kommt, die Schließe würde ohne weitere Anstrengungen solch ein Strickstück tatsächlich so verschlossen halten: Da ist noch ein klitzekleiner Knopf an der Blende, der nach innen geknöpft wird. Sonst würde die vordere Kante ständig klaffen.

Gestrickt habe ich übrigens mit MW 3.0 auf dem Mittelstricker, den ich lustigerweise auch Frau Z. zu verdanken habe. Damit ließ sich so ziemlich genau die angegebene Maschenprobe von 22 M auf 10cm erreichen. Nur die Bündchen sind kraus rechts von Hand gestrickt (NS 3.5). Den Schnitt habe ich schnell mit Designaknit zusammengeklöppelt, da ist weiter nichts an Designdetails dran, außer vielleicht den nach hinten abfallenden unteren Vorderkanten.

Und jetzt warte ich auf den Zug!

Mittwoch, 22. Mai 2013

So wahr!



(gefunden auf Memebase)

Da muss ich doch irgendwie an Naturphilosophie denken.